Heroes of the Storm

Computerspiele sind heute vor allem Teamspiele. Titel wie League of Legends oder Dota 2 haben das sogenannte M.O.B.A. ( Multiplayer Online Battle Arena) Genre sehr geprägt und schon länger dürsteten die Spieler nach mehr Abwechslung. Bereits 2010 veröffentlichte Blizzard einige Trailer zu dem Spiel namens Blizzard Dota, welches genau diese Lücke füllen sollte. Nach vielen Jahren der Entwicklung und des Balancing rückte endlich die Veröffentlichung des Spiels näher, welches inzwischen Heroes of the Storm heißt. Das Spielprinzip war dabei denen der anderen M.O.B.A. Spiele zwar ähnlich, aber Blizzard hatte vor allem an die Einsteiger unter den Spielern gedacht. Während andere Titel sehr viel schwieriger zu erlernen sind, so baut Heroes of the Storm vor allem darauf auf, dass jeder Spieler gleich loslegen kann. Wie bei anderen Spielen aus dem Hause Blizzard, war auch hier die Entwicklungszeit sehr lange und viele Spieler fürchteten schon, dass das Spiel gar nicht mehr kommen würde.

Langer Weg

Während die ursprüngliche Idee von Blizzard Dota eher als eine Art größerer Mod im Stile der Starcraft 2 Engine gedacht war, änderten sich die Ansichten des Entwicklerteams schnell. Man sah das gigantische Potential der Spiele und in der Tat sind League of Legends und Dota 2 die am meisten gespielten Spiele in der Branche. So durchlief das Spiel, um die Helden aus dem Warcraft, Starcraft und Diablo Universen, einen langen Werdegang und wurde mehr als einmal komplett geändert. So war von Anfang an klar, dass man in Heroes of the Storm in Teams von 5v5 spielen würde, aber die Feinheiten und vor allem die Karten mussten erst gebaut werden. So ist jeder Held einzigartig und hat seine eigene Rolle wie beispielsweise Tank, Support oder Spezialist. Im Gegensatz zu League of Legends gibt es hier jedoch keinen Shop im direkten Spiel. Jeder Held hat daher seine insgesamt drei Hauptfähigkeiten und wahlweise eine Spezialfähigkeit. Auf diese Weise kann zwar jeder Held immer anders gespielt werden, aber Blizzard entschied schon früh, dass man Heroes of the Storm nicht zu kompliziert für die Spieler machen wollte.

Shop und Updates

Zwar wurde Heroes of the Storm nach langen Phasen in der technischen Alpha und der Beta Phase im Juni 2015 nun endlich veröffentlicht, aber das Spiel ist natürlich nie wirklich fertig. Fast wöchentlich kommen neue Balance Updates heraus und neue Karten, Features oder neue Helden werden angekündigt. Wie bei anderen Spielen des Genres sammelt man hier mit Hilfe von Siegen und dem Erfüllen von speziellen Quests, Gold. Diese Währung kann man nur in Heroes of the Storm verwenden und sich damit neue Helden freischalten. Doch Blizzard hat auch in dieser Sache mitgedacht und so gibt es jede Woche eine neue Rotation der Helden und bis zu sieben Stück kann man pro Woche kostenlos testen. Der wirkliche Unterschied findet sich da vor allem bei der Abwechslung durch die Karten in Heroes of the Storm. So gibt es zwar bei Spielen wie League of Legends nur sehr wenige Karten, aber diese sind dafür sehr gut ausbalanciert. Während andere Titel sich eher an die Profis richten, soll Heroes of the Storm das M.O.B.A. Spiel für alle sein und deshalb sind die dauerhaften Updates und sonstige Neuerungen mehr als zu begrüßen. Es bleibt nun abzuwarten wie gut sich das Spiel auf lange Sicht in diesem Genre halten kann, denn viel wird davon abhängen, dass Blizzard durch neue Helden und neue Features das Spiel immer interessant halten kann.