League of Legends

Als der Entwickler Riot Games im Oktober 2009 das Spiel League of Legends veröffentlichte erblickte damit nicht nur ein weiteres Spiel das Licht der Welt. Vielmehr steht dieser Release bis heute für die Erfindung des beliebten Genres MOBA ( Multiplayer Online Battle Arena) und bis heute spielen jeden Tag rund 27 Millionen Menschen dieses Spiel. Doch der Erfolg des Dauerbrenners ist wohl verdient und hat auch seine Gründe. Zwar gab es vorher schon Spiele in denen Teamplay und Taktik gefragt waren, doch Riot Games setzte die Messlatte noch einmal etwas höher. Während sonstige Teamspiele nur in den Bereichen des Shooter Genres zu Gast waren, so ähnelt League of Legends weit mehr dem Echtzeitstrategie Genre. Jeder Spieler übernimmt dabei während einer Schlacht einen einzigartigen Helden, der mit unterschiedlichen Fähigkeiten und Extras daherkommt. Während des Spiels steigt der Held des Spielers nicht nur im Level auf, sondern auch seine Fähigkeiten können verbessert werden. Der Spieler selbst entscheidet jedoch dabei ganz alleine in welche Fähigkeiten er Punkte investieren will. Obendrauf erhält man in Spielen auch noch Gold von dem man dann im Spiel Gegenstände für seinen Helden kaufen kann.

Einfach zu lernen, schwierig zu meistern

Da das Spiel komplett kostenlos ist, kann jeder Spieler sofort loslegen. Doch League of Legends ist für viele Pro Spieler inzwischen zu einer wahren Berufung geworden. Das Spiel hat eine Vielzahl von Sponsoren angelockt und Riot Games tut alles, um das Interesse am Spiel wach zu halten. Neue Helden und stetige Patches für das Spiel sind somit selbstredend und inzwischen kann man als Spieler sogar aus sage und schreibe 119 Helden wählen. Die Vielfalt in League of Legends ist damit immer gegeben, denn andere Konfigurationen von Teams und Helden sorgen immer für ein neues Spielerlebnis. Das Ziel selbst ist dabei sehr einfach formuliert: Zerstöre den Nexus des gegnerischen Teams. Doch bevor man in einem Spiel auch nur daran denken kann, muss die richtige Taktik gewählt werden und alles genau abgesprochen werden. Egoistische Spieler werden also eher weniger Freude an diesem Spiel haben.

Masseninteresse und eSports

Wie kein zweites Spiel ist League of Legends im Bereich des Streaming überaus erfolgreich. Der offizielle Kanal von Riot Games verzeichnet daher nicht selten Zuschauerzahlen von mehreren hunderttausend Menschen. Sogar wenn normale Spieler ihre privaten Spiele auf der Ladder online streamen, so finden sich dort ebenfalls viele tausend Zuschauer ein. Dabei setzt Riot Games alles daran das Spiel auch weiterhin abwechslungsreich zu gestalten. Zwar gibt es bereits Titel von anderen Herstellern, wie beispielsweise das Spiel DOTA 2 aus dem Hause Valve, doch League of Legends sitzt nach wie vor auf seinem Thron und scheint zumindest zur Zeit dort auch nicht wegzukriegen zu sein. Das liegt vor allem daran, da es durch die Sponsorenverträge bei den regelmäßigen Turnieren teilweise um sehr hohe Summen geht. Dementsprechend sind die Vorbereitungen für solche Spiele auch immer sehr intensiv. Echte League of Legends Pro Spieler sind dauerhaft im Einsatz und wohnen auch in vielen Fällen als Team zusammen in einem Haus. Diese Erfindung der so genannten Team- Häuser kommt aus Korea, wo eSports schon seit vielen Jahren als anerkannter Beruf gilt. Doch durch den Titel von Riot Games ist diese Bewegung ebenfalls auf Nordamerika und Europa übergeschwappt.