Starcraft 2

Das Genre der Echtzeitstrategiespiele war schon seit der Westwood Reihe um Command & Conquer sehr beliebt und der Release im Jahr 1998 des Titels Starcraft führte diese Tradition fort. Im weit entfernten Korpulu Sektor kämpfte man an der Seite der Menschen und dem sympathischen Schurken James Raynor, gegen die Schwärme der Zerg und gegen die rätselhaften Protoss. Die Geschichte selbst und die Möglichkeit als Spieler insgesamt drei völlig verschiedene Völker mit unterschiedlichen Fähigkeiten zu spielen fand sehr großen Anklang in der Community. Doch die Einzelspielerkampagne war nur ein winziger Teil von Starcraft, denn das Hauptaugenmerk lag auf dem Mehrspielermodus. Hier konnte man sich nach Lust und Laune entweder 1v1 oder in Teams bekämpfen. Dabei war das ursprüngliche Starcraft so erfolgreich, dass es alleine dafür verantwortlich war, dass der jetzt bekannte eSports entstanden ist. In Korea sahen die Entwickler dann zum ersten Mal, was mit dem Spiel eigentlich möglich war. Erst 2010, also 12 Jahre nach dem Erscheinen von Starcraft, kam dann endlich mit Starcraft 2 Wings of Liberty der lang ersehnte Nachfolger und er enttäuschte die Erwartungen bisher nicht.

Battle.net 2.0

Einer der Hauptentwickler und Köpfe bei Blizzard, Frank Pearce, war davon überzeugt mit dem Erscheinen des Nachfolgers auch die eigene Online Plattform von Blizzard neu präsentieren zu müssen. So war das ursprüngliche Battle.net bereits seit 1996 aktiv und Spieler weltweit konnten in anderen Titeln wie Diablo II oder Warcraft III dort Spiele gegeneinander austragen. Doch für Starcraft 2 sollte es dann einmal etwas mehr sein und so konzipierte Blizzard alles um, nicht zuletzt aus dem Grund dass der Nachfolger gerade für den Bereich des eSports entworfen worden war. Bereits lange vor dem Start waren Pläne da, die zeigten wie sehr das Spiel als Zuschauersport fungieren sollte. Die Ergebnisse mit dem Vorgänger hatte das Team vollends davon überzeugt, dass Starcraft 2 diese Rolle füllen konnte.

Launch und Patches

Als sich im August 2010 die Pforten öffneten, starrte die Spielerwelt gebannt auf ihre Monitore und endlich konnte man die Story rund um James Raynor, Sarah Kerrigan und dem bösen Arturus Mengsk weiterverfolgen. Das Spiel überzeugte im Bereich der Story und des Designs vollkommen, doch alle Augen fielen wie bereits 1998 sofort auf den Mehrspielermodus. Hier stellte sich heraus, dass Blizzard mit seinen Prognosen Recht behalten sollte. Pro Spieler weltweit und vor allem aus Korea, stürzten sich auf den Titel. Viele Sponsoren wie MajorLeagueGaming wurden ebenfalls von dem Erfolg angezogen und so schossen eine Reihe von sehr hoch dotierten Turnieren aus dem Boden. Doch die Arbeit des Teams war noch nicht getan. Denn Wings of Liberty stellte nur den ersten Teil der Starcraft 2 Saga dar. So hatte man zwar schon bei Erscheinen 2010 volle Kontrolle im Mehrspieler Modus über alle Völker nach Belieben, aber die Einzelspielerkampagne beschäftigte sich erstmal nur mit den Menschen um James Raynor. Die weiteren Add-ons mit Heart oft he Swarm und Legacy oft he Void sollten noch etwas auf sich warten lassen.

Add-ons und Balancing

Während die Welt des eSports einen neuen Liebling hatte, taten die Teams von Blizzard alles, um das Spiel perfekt auszubalancieren. Das gestaltete sich bei drei vollkommen unterschiedlichen Rassen sehr schwierig und immer wieder gab es Stimmen, dass Blizzard bestimmten Völkern Vorteile geben würde. Doch wie einer der Hauptentwickler David Kim selbst sagte, so sei diese Arbeit niemals getan und jeden Tag sehe das Team neue Taktiken und Ansätze, die in Überlegungen eingefügt werden müssten. So erschien im März 2013 endlich das erste Add-on rund um die Zerg mit dem Namen Heart oft he Swarm und wenn alles gut läuft dann wird im Juli 2015 das letzte Kapitel Legacy of the Void, rund um die Protoss auch verfügbar sein. Blizzard hat mit der Starcraft Reihe ein Genre neu definiert und obwohl die Zuschauerzahlen nicht so hoch ausfallen wie bei Titeln wie League of Legends, so hat das Spiel doch einen ewigen Platz unter den besten Echtzeitstrategiespielen.