Hearthstone Heroes of Warcraft

Als der Titel Hearthstone das erste Mal während der PAX East im März 2013 der Öffentlichkeit präsentiert wurde, konnte wohl noch niemand diesen Erfolg vorhersehen. Als einfaches Multiplayer Kartenspiel im Universum von Warcraft angesiedelt, sollte dieser Titel von Blizzard vor allem die Gelegenheitsspieler anlocken. Während viele andere Spiele immer großen Zeitaufwand benötigen, so braucht man für eine gute Runde Hearthstone nicht mehr als ein paar Minuten. Dabei wurde schon bei der Ankündigung versprochen das Spiel auf möglichst viele Plattformen auszuweiten, um damit auch Tablets und iPhones zu bedienen. Die geschlossene Beta des Spiels startete im August 2013 und weltweit wollten Spieler an diesem Erlebnis teilhaben. Im Januar 2014 folgte dann die offene Beta und schon zu diesem Zeitpunkt waren die Spielerzahlen weit höher, als man es jemals für möglich gehalten hatte.

Einfachheit und Spielspass

Während viele andere Hersteller riesige Teams von Entwicklern beschäftigen, um das beste Produkt zu erschaffen, so sind die Leute aus Irvine genau anders an diese Sache herangegangen. Das Team 5, welches bei Blizzard für die Entwicklung von Hearthstone verantwortlich ist, ist mit weniger als 20 Leuten gestartet. Das Ziel war es dabei ein einfaches aber vor allem gut zugängliches Kartenspiel zu entwickeln. Das Genre ist dabei bei weitem nicht neu und Spiele wie Magic The Gathering haben über viele Jahre diesen Bereich beherrscht. Doch der Vorteil bei Hearthstone ist, dass die Entwickler bereits auf ein vollständig entwickeltes Universum zurückgreifen konnten. Alle Spieler, die vorher Spiele wie World of Warcraft oder die Warcraft Series gespielt haben, waren somit automatisch potentielle Hearthstone Spieler. Endlich konnte man als Thrall der Schamane oder als Uther der Paladin in die Schlacht ziehen und sein eigenes Deck aus seinen Karten bauen. Wie alle Entwickler setzt man hier auch auf die Verwendung von Mikro-Transaktionen. So kann man als Spieler jederzeit neue Karten für echtes Geld erwerben. Doch das ist nur eine der Möglichkeiten. Im Spiel selbst gibt es jeden Tag neue so genannte Quests, mit denen man Gold erspielen kann. Mit diesem Gold kann man dann ebenfalls Karten im Hearthstone Shop kaufen. Obwohl es Stimmen in der Community gibt, die diese Art von Spiel als „Freemium“ bezeichnen, so ist die Beliebtheit von Hearthstone doch ungebrochen.

eSports und Streaming

Wie eingangs erwähnt sind viele Spiele Dauergast auf der Plattform Twitch.TV und Hearthstone steht dabei ganz oben bei den beliebten Spielen. Das liegt vor allem daran, dass es so einfach ist einem Spiel zu folgen. Viele Spieler schauen sich daher gerne Pro Spieler an und versuchen von deren Spielweise zu lernen. Daneben gibt es auch noch echte Pro Teams, welche auch Sponsoren haben und diese Spieler nehmen dann auch an richtigen Turnieren teil. Blizzard selbst veranstaltet jedes Jahr im November in Anaheim, Kalifornien, die so genannte Blizzcon und Hearthstone wurde dort auch schon kräftig gespielt. Im letzten Jahr wurde der Amerikaner James „Firebat“ Kosternich der erste Hearthstone World Champion und kassierte dafür satte 100.000 USD. Diese Spiele wurden dabei von Millionen von Spielern weltweit auf den Streams verfolgt und täglich gibt es noch mehr Turniere.

Erweiterungen und Patches

Wie bei all seinen Titeln ist Blizzard sehr darauf bedacht stets neue Inhalte zu veröffentlichen. So gab es bereits im Dezember 2014 die erste richtige Erweiterung mit dem Namen Goblins VS Gnomes und Spieler konnten sich über viele neue Karten freuen. Im Gegensatz zu anderen Spielen gibt es bei Hearthstone jedoch viel häufiger neue Inhalte, um das Spiel aktuell zu halten. So veröffentlichte Blizzard auch Einzelspieler Erweiterungen wie zuletzt den Schwarzfelsen, wo der Spieler Gefahren im Blackrock Berg meistern muss. Aufgrund seiner sehr guten Zugänglichkeit und auch des guten Einstiegs für neue Spieler ist noch nicht abzusehen wie weit es Hearthstone noch bringen wird.