Minecraft

Seit Anbeginn der Zeit diskutieren Spieler und Entwickler immer um das Thema Handlungsfreiheit. Die einen meinen eine stringente Linie mit vorgegebenen Zielen ist sehr gut und die anderen sagen, man solle eine eher freie Welt erschaffen, wo man als Spieler einer Vielzahl von Beschäftigungen nachgehen kann. Der Schwede Markus „Notch“ Persson hat mit seiner kleinen Firma Mojang diese Freiheit der Spieler mit dem Multiplayer Spiel Minecraft komplett neu definiert. Hier hat der Spieler kein festes Ziel vorgegeben und kann sich völlig frei austoben, was er denn nun in seiner eigenen Welt erschaffen mag. Zu Beginn standen die Spieler diesem ambitionierten Projekt eher argwöhnisch entgegen. Der weltweite und vor allem anhaltende Erfolg gibt Minecraft jedoch Recht.

Baue deine Welt

Es gab schon vorher so genannte Sandbox Titel, in denen man als Spieler sehr viel Handlungsfreiheit genoss. Da fällt zum Beispiel der Titel EVE aus dem Hause CCP ein. Doch in Minecraft sind die Spieler selbst Erschaffer und eventuell bei Wunsch auch Zerstörer ihrer eigenen Welt. Die Begeisterung dafür ist also schnell erklärt und längst ist nicht nur die PC Version der Spiels von Interesse. Inzwischen ist Minecraft auf nahezu allen (!) Plattformen verfügbar. Als Spieler kann man daher sowohl auf seiner Konsolen wie beispielsweise der Playstation 4 oder dem Windows Phone Zugang zu seiner Welt bekommen. Da es auch kein wirkliches Ziel gibt, können sich die Spieler selbst ihre Ziele definieren. So bauen einige ihre Stadt nach, wieder andere bauen ihr privates Schloss und so geht es endlos weiter. Die Vielfalt von Minecraft ist sicher einer der Punkte, weshalb das Spiel sich so immenser Beliebtheit erfreut.

Übernahme und Ausblick

Der anhaltende Erfolg führte schließlich dazu, dass der Titel von Microsoft für rund 1,9 Milliarden Euro im September 2014 erworben wurde. Doch die Minecraft Spieler interessiert dieser Punkt nicht, denn solange Sie immer wieder über sich selbst herauswachsen können, ist für alle die Welt in Ordnung. Dabei ist der Aspekte der Grafik kaum ein ausschlaggebender Faktor für die Spieler. Inmitten all ihrer bunten Pixel bauen Sie immer neue Welten aus dem Nichts auf. Das hat auch dazu geführt, dass Minecraft Dauergast bei Streaming Seiten wie Twitch.TV ist. Jeden Tag schalten dort tausende Minecraft Begeisterte ein, um neue Kreationen zu sehen und eventuell eigene Tricks für ihre Welten abzugucken. In einer Welt der Computerspiele, wo Grafik und Präsentation so viel bedeutet und mitunter horrende Summen in die Entwicklung gesteckt werden, trotzt der Titel Minecraft der gesamten Konkurrenz. Er zeigt damit eindrucksvoll, dass Aspekte wie Handlungsfreiheit und Freiraum für die Spieler weit wichtiger sind als bombastische Filmsequenzen. Da es, wie eingangs erwähnt, auch kein Endziel bei Minecraft gibt, kann kein Spieler jemals sagen dass er alle Möglichkeiten innerhalb des Spiels bereits ausgeschöpft hat. Aufgrund seiner Beliebtheit und der riesigen Community von Spielern und Fans scheint dem Titel von Microsoft eine goldene Zukunft sicher zu sein.